St.Ursula-Schule in Corona-Zeiten

Aktuelles

Liebe Schulgemeinschaft! Hoffentlich sind Sie / seid Ihr alle und Ihre / Eure Lieben gesund geblieben in dieser schweren Zeit!

Acht Wochen liegen hinter uns, in denen das Corona-Virus das Leben in der ganzen Welt und daher auch in unserer Schule durcheinandergewirbelt hat.

 

Anhand zunächst sehr besorgniserregender, exponentiell wachsender Infektionszahlen wurde das öffentliche und private Leben gleichsam über Nacht auf Null gebracht, man konnte spüren, dass überall der Atem angehalten wurde.

Jetzt nach einer schier endlos wirkenden Kontaktsperrenzeit können wir feststellen, dass diese drastischen Maßnahmen, aber mehr noch die vernünftige Disziplin der allermeisten Menschen dazu beitragen konnten, dass die Infektionszahlen deutlich zurückgehen, dass wir über Lockerungen in vielen Bereichen nicht nur nachdenken, sondern diese auch wieder erleben dürfen.   

Doch wissen wir, dass das Corona-Virus noch nicht besiegt ist, dass wir uns weiterhin umsichtig und mit viel Abstand auf die neue Lage einstellen müssen. Solange ein wirksamer Impfstoff und Medikamente für die Erkrankten nicht gefunden worden sind, müssen wir diese Ausgangslage für die vorsichtigen Lockerungsmaßnahmen akzeptieren, es besteht absolut kein Grund, leichtsinnig zu werden. 

Gleichwohl hat unsere Schulgemeinschaft in sehr guter Weise auf die Corona-Krise reagiert, der Unterricht bzw. Hausaufgaben wurden online erteilt, ein reger, stetig steigender Datentransfer von Lehrkräften zu Schülern und zurück prägt unsere interne Kommunikationsplattform EDYOU. 

Natürlich läuft nicht alles optimal, zumal wir im Rahmen des Digitalpaktes gerade erst begonnen haben, unsere Digitalisierung aufzustocken und weiter auszubauen. 

Doch die aus der Not geborenen kreativen Lösungen, die Gründung unseres „StreamTeams“ und vieles andere sind ein ermutigendes Zeichen, was auch viele positive Rückmeldungen aus der Eltern- und Schülerschaft belegen. 

Wir werden diese Erfahrungen nutzen und darauf aufbauen, zumal wir alle nicht wissen, wie lange die Corona-Krise noch andauern wird. 

Für unsere Schulgemeinschaft charakteristisch sind die zahlreichen Initiativen und Unterstützungsaktionen, die während der Schulschließung ins Leben gerufen und umgesetzt wurden (u.a. Notbetreuung, Aufbau einer ECH-Fan-Ecke, Ausbau unseres Schulgartenprojekts, Erstellung eines Albums und Booklets durch das Bläserensemble, Maskennähen für Krankenhäuser und uns selbst, Trostbriefe für Altenheimbewohner, Krankenhauspatienten, Ärzte und das Pflegepersonal, gegenseitige Hilfe bei der Behebung technischer Probleme sowie einfach nur ein liebes Wort digital versandt, das uns vermittelte, dass wir zwar physisch voneinander getrennt, aber mit der Seele vereint sind). Auch wenn uns die Erfahrung gemeinschaftlicher Gottesdienste leider noch einige Zeit versagt bleiben wird, so sind es doch diese Hoffnungszeichen, die uns vermitteln, dass wir selbst in der größten Krise nicht allein sind. 

Gleichwohl ist die uns allen auferlegte Zwangsisolierung sicherlich nicht ohne Spuren geblieben. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auf drei Unterstützungsangebote hinweisen: 

  • Unsere Beratungslehrkräfte (Fr.Kuhlbusch, Fr.Kleemiß, Hr. Ratuschny, Hr. L.Reinke, Hr.Venzke) sind stets erreichbar, auch und gerade nach Wiederbeginn des Unterrichts stehen sie für Gespräche bei Problemen den Schülern, Eltern und Kollegen/innen zur Verfügung. Dies können (alte) Probleme bzw. Konflikte sein oder Sorgen und Ängste, die sich in der derzeitigen Situation auftun. Sobald die Schule wieder hochfährt, sind die Beratungslehrer um ihre Unterrichtsblöcke herum in den Unterrichtsräumen oder im Lehrerzimmer zu erreichen, natürlich weiterhin jederzeit über EDYOU.
  • Die Caritas Hannover hat unter der Rufnummer 01522/1973171 ein Krisentelefon für Kinder eingerichtet. Erreichbar sind die Mitarbeitenden des Projekts montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr telefonisch und per WhatsApp. Das Projekt „Große Zwerge“ will Kindern in Krisensituationen verstärkt Hilfe anbieten, die im Zusammenhang mit den Ausgangsbeschränkungen sowie Schulschließungen mit einer Zunahme von Streitigkeiten und häuslicher Gewalt in Familien konfrontiert werden, die unter besonderen Belastungen stehen.
  • Unterricht in diesen Zeiten ist wohl auch weiterhin eine Sache von Aufgaben, die zu Hause bewältigt werden müssen. Nicht selten fehlt dabei Hilfe und Unterstützung. Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe haben Kinder und Jugendliche von Klasse 5-10 bisher „in live“ im TABOR gefunden. Jetzt bietet das jugendpastorale Zentrum in Hannover dieses Angebot – die „lern.bar“ – online an. 

Viele schulorganisatorische Arbeit liegt hinter, aber auch noch vor uns, um zu gewährleisten, dass der Schulbetrieb ab dem 11.05. stufenweise wieder in Gang kommen kann.  

Da wurden Hygiene-Pläne und vorbeugende Gesundheitsschutzmaßnahmen entwickelt, Raum-, Wege- und Pausenkonzepte erarbeitet, Desinfektionsmittel, Seife und ja- auch Toilettenpapier- besorgt, Reservemasken eingelagert, Klassenräume so möbliert, dass die Abstände eingehalten werden können, Wegemarkierungen angebracht, ein Dreifachwechselschichtmodell für die Jahrgänge 5-11 und ein Zweifachwechselschichtmodell für Jg.12 organisiert, Aufsichten eingeplant, damit wir ab dem 11. Mai schichtweise aufbauend den Schulbetrieb wieder hochfahren können.  

(Alles einsehbar über unsere interne Kommunikationsplattform EDYOU) 

Das konnte und kann nur gelingen, weil wir viel Unterstützung inner- und außerschulisch erfahren haben und erleben, Kollegen/innen und Mitarbeitende, Schüler und Eltern angepackt haben – herzlichen Dank!!  
 
Zum humorvollen Abschluss noch ein Link zu einem Projekt, das unser Oberstufenchor zusammen mit Frau Dinkelacker erarbeitet hat: der Versuch die auf viele Haushalte verstreuten Mitglieder unseres großen Oberstufenchores zum gemeinsamen Singen aus dem HomeOffice zu motivieren, ist bestens gelungen, und nicht nur das, kleine von den Schülerinnen und Schülern erstellte Videos, die kreativ-kritisch mit der Corona-Seuche umgehen, sind ein Beispiel dafür, dass nicht nur Stress herauskommt, wenn man auf sich und seinen häuslichen Bereich zurückgeworfen ist – herzliche Gratulation!! 

www.dropbox.com/s/jp732w1x4ycqd16/Toxic-Corona1.mp4

Bleiben Sie, bleibt gesund und behütet! 
Euer 
Norbert Junker 

 

 

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