Deutsch

 

Wer die deutsche Sprache versteht und studiert

befindet sich auf dem Markte,
wo alle Nationen ihre Waren anbieten,

er spielt den Dolmetscher,

indem er sich selber bereichert


Johann Wolfgang Goethe (1749 – 1832)

 

Deutsch - an uns kommt keiner vorbei….

Die Fachgruppe Deutsch ist eine der größten Fachgruppen an der St.-Ursula-Schule und besteht z.Zt. aus 19 Kolleginnen und Kollegen:

Frau Brachem, Herr Fauth v. Kreitmayr, Herr Helfers, Herr Huneke, Frau Kuchenbuch, Frau Dr. Kuhn, Herr Junker, Frau Langpap, Herr Ludewig, Frau Lüttig, Herr Meisig, Frau Muschik, Frau Peschel, Herr Peters, Frau Probst, Frau Rös (Fachobfrau seit 2017), Frau Thomsen, Frau Wand, Frau Dr. Witt.

„Die deutsche Sprache ist die Orgel unter den Sprachen“

Gemäß diesem Zitat von Jean Paul wissen wir um die Vielfalt, die der Umgang mit der deutschen Sprache bietet, aber auch die Herausforderung, dem Irrglauben „Deutsch - das kann doch jeder!“ zu begegnen und zu entkräften!

Wir begleiten und fördern dementsprechend in allen Jahrgangsstufen eines der wichtigsten Aushängeschilder unserer Persönlichkeit: die deutsche Sprache in Wort, Schrift, Ausdruck und Darstellung! Ein sicherer Umgang mit ihr, ihre Bewahrung als Kulturgut, aber auch der spielerische Zugang durch individuellen kreativen Umgang mit ihr sind Ziele unserer Fachgruppe.

Außerhalb des Klassenzimmers berücksichtigen wir Gelegenheiten zu projektorientiertem oder fächerübergreifendem Arbeiten und beziehen auch andere Lernorte mit ein, z.B.

  • Theater
  • Museum
  • Bibliothek
  • Autorenlesungen.

Einen festen Bestandteil bietet dabei die Fahrt nach Weimar in Jahrgang 11 um die Autoren der Weimarer Klassik zu „er-leben“.


Aber auch neben dem Unterricht geben unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften, z.B.

  • Schreibwerkstatt
  • darstellendes Spiel
  • Chor
  • Workshop „Deutsch“

den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, einen Beitrag zur Schulkultur zu leisten.

 

Die Teilnahme

  • am Vorlesewettbewerb des „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ oder
  • an Schreibwettbewerben

geben darüber hinaus die Möglichkeit, eine größere Öffentlichkeit zu erreichen.

Im Deutschunterricht im Klassenzimmer geht es neben dem korrekten Gebrauch der Sprache auch um eine Vielzahl von Inhalten, Kenntnissen, Methoden, Textsorten und Medien, die dieses Fach zurecht als Hauptfach ausweisen und zu einem wichtigen Beitrag der Allgemein- und Persönlichkeitsbildung machen.

Ein Schwerpunkt ist vor allem der Umgang mit Literatur, dem geschriebenen und von uns gelesenen Wort. Egal welche Epoche, egal welche Gattung - sie lädt ein, sich in neue Welten zu begeben und dabei soll die Neugier geweckt werden, die über die schulische Pflichtlektüre hinaus ein Grundbedürfnis im späteren Leben werden kann! Gerade in der Schnelllebigkeit, die uns die modernen Medien aufzwingen, möchten wir der Langsamkeit des Lesens und dem Reflektieren über Gelesenes Raum geben.

Aber auch das gesprochene Wort steht im Mittelpunkt des Deutschunterrichts. Kommunikation und sprachliches Interagieren und Argumentieren sind Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens. Es gilt, die eigene Meinung zu vertreten, aber auch andere Meinungen zu analysieren, sie zu überdenken und zu wertschätzen. Texte sinngebend zu lesen, selbst Reden zu halten oder Dramenszenen zu deklamieren können Lust auf den vielfältigen Einsatz und Eindruck des gehörten Wortes machen.

Und nicht zu vergessen ist die Fähigkeit, den sicheren Umgang mit dem eigenen geschriebenen Wort zu beherrschen, denn das ist eine Visitenkarte auch im späteren Leben.

Über die Entwicklung unserer Sprache muss aber auch nachgedacht werden und abgewogen werden, ob wir im 21. Jahrhundert noch der Meinung Jacob Grimms sind, wenn er sagt: Fällt von ungefähr ein fremdes Wort in den Brunnen einer Sprache, so wird es solange darin umgetrieben, bis es ihre Farbe annimmt und seiner fremden Art zum Trotze wie ein heimisches aussieht. Deshalb setzen wir uns im Deutschunterricht auch mit Sprachwandel oder Sprachverfall auseinander.
 

Für diese Kernkompetenzen haben wir ein verbindliches schuleigenes Curriculum konzipiert, das nicht als Endprodukt zu verstehen ist, sondern die Evaluation und Kooperation der Fachgruppe voraussetzt.  

Der Unterricht in der Sek II folgt den fachbezogenen Hinweisen des Niedersächsischen Kultusministeriums. Wir versuchen im Unterricht der Qualifikationsphase insbesondere die uns vorgegebenen thematischen Schwerpunkte in epochale Zusammenhänge zu stellen, die Gegenwartsliteratur dabei einzubeziehen und die Schülerinnen und Schüler auf das niedersächsische und länderübergreifende Zentralabitur vorzubereiten.

Unser Gesamtziel ist deshalb innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers

  • gemäß dem Zitat von Jean Paul, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, die Orgel der deutschen Sprache zu beherrschen und
  • gemäß dem Zitat von Goethe sie zu fähigen Dolmetschern auf dem Marktplatz der Nationen zu bilden, indem sie sich selber bereichern!