Online-Führung im Labor der optischen Atomuhr der PTB

Das Seminarfach „Physik meets Informatik“, dessen Themen um das Projekt TerraQ kreisen, hat dieses Schuljahr mit einem Onlinevortrag und einer Online-Laborführung in der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig abgeschlossen. Diese Veranstaltung wurde durch unsere Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover möglich. Hochpräzise Atomuhren sind nicht nur „L'art pour l'art“, sondern haben praktische Relevanz im täglichen Leben. Ohne diese genaue Zeitmessung könnten z.B. GPS-Navigationssysteme nicht funktionieren. Die angestrebte Genauigkeitserhöhung der Atomuhr um den Faktor 100 ermöglicht u.a. genauere Messungen der Eis- und Wassermassen auf der Erde.

Nachdem wir uns vorher in zwei Stunden auf den Vortrag vorbereiten haben, hat Herr Dr. Lisdat das Seminarfach mit einer speziell auf uns abgestimmten Präsentation in das interessante Thema eingeführt und danach mit dem Laptop auf dem Arm die entscheidenden Teile der optischen Atomuhr gezeigt und erklärt. Das Foto zeigt eine Gesamtsicht der Uhr. Wenn man bedenkt, dass eine Gruppe von Wissenschaftlern 4 Jahre daran gearbeitet hat, und nun alle Teile zusammen und gleichzeitig funktionieren, kann man davon ausgehen, dass im Aufbau dieser Uhr ein Ordnung vorhanden ist, die sich dem ungeübten Auge nicht direkt erschließt.

Bei dieser Veranstaltung wurde deutlich, dass es eigentlich keinen Ersatz für den Originalton aus der aktuellen Forschung gibt. Vor allem, wenn er so klar, informativ und "unterhaltsam" ist, wie wir es in Vortrag und der Laborführung von Herrn Dr. Lisdat erlebt haben.

Meiser

 

Kooperation Leibniz Universität Hannover

Seit Mitte des Jahres 2020 kooperieren wir mit Quantenphysikern und Geodäten der Leibniz Universität Hannover. Diese Kooperation hat mit der Bewilligung des Sonderforschungsbereichs TerraQ durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft nun einen offiziellen Rahmen erhalten. Thematisch befassen wir uns momentan mit den technischen Hintergründen der Satellitenmission GRACE-FO. Wir freuen uns darauf in den nächsten Jahren am Puls der Forschung von TerraQ dabei sein zu dürfen und unter anderem weitere Einblicke in die Entwicklung von Sensoren für Satellitenmissionen zu erhalten.

Aufgrund der großzügigen Unterstützung der Stratmannstiftung konnten wir Experimentiermaterial beschaffen. Das erlaubt uns ein eigenes Interferometer aufzubauen. Damit können wir zentrale physikalische Phänomene veranschaulichen und untersuchen, die in den Satelliten von TerraQ eine zentrale Rolle spielen. Die Lieferung mit der überwiegenden Menge des Experimentiermaterials ist eingetroffen und von den SuS der Seminarfaches auf Vollständigkeit überprüft.