Auf Schatzsuche

Das Interesse an der Geschichte unserer St. Ursula-Schule beinhaltet nicht nur die Beschäftigung mit staubigen alten Akten, sondern auch das Entdecken verborgener Gegenstände in unseren Gebäuden.

Im Zuge der großen Unwetter in Hannover mussten die Dachböden unserer Schule überprüft werden. Dabei fand unser Hausmeisterteam eine alte Truhe und einen alten Koffer.

Beide Gegenstände waren im Dachboden über dem Konvent gelagert.

Das St. Ursula Archiv wurde informiert und natürlich war die Neugier groß, was in diesen Koffern sein könnte. Zunächst musste jedoch das Konvent in Duderstadt angeschrieben werden, denn es handelte sich eindeutig um Eigentum der Nonnen.

Netterweise erlaubte uns Schwester Ingeborg einen Blick in die Kisten zu riskieren – sie selbst erwähnte, dass die Koffer wohl noch aus der Zeit des belgischen Exils der Ursulinen stammten.

Somit begab ich mich gemeinsam mit Herrn Hawranke auf Schatzsuche auf den Dachboden. Alleine schon der Weg dorthin ist interessant: Man erreicht ihn über eine Deckenklappe neben der Erdkundebibliothek.

Auf dem schmutzigen und staubigen Dachboden stieg die Spannung (so Art Indiana-Jones-Gefühl kam auf) und wurde umso mehr enttäuscht: Beide Koffer waren leer. Die hölzerne Truhe enthielt zwei alte leere Gepäckstücke und der große Koffer war ebenfalls ohne Inhalt.

Aber die Hoffnung auf vermeintliche Schätze stirbt zuletzt: Es gibt noch weitere Schuldachböden…  

Oliver Miller