Fastenimpuls 1

„Es beginnt so froh, so unbeschwert. Sie sind alle gut drauf, acht tolle Tage in Jerusalem, den Alltag vergessen, die Atmosphäre erleben, zusammen essen, trinken und feiern in der heiligen Stadt mit Tausenden anderen. Und wenn da einer auf einem Esel daherkommt, wie ein König, dann jubeln sie ihm zu, auch wenn sie nicht einmal wissen, wer der ist. Einfach Spaß haben. Keiner ahnt in diesem Moment, wie bald alles ganz anders sein würde.

Zum Palmsonntag gehört die Freude. Aber sie steht damals wie heute unter dem Vorzeichen von Mühsal, Leid und Tod.

Manchmal verändert sich das Leben so schnell, dass der Verstand gar nicht mitkommt, wir erleben es ja gerade auch: Noch vor einem Jahr konnten wir einander einladen, nahe sein, zusammensitzen und unbeschwert feiern. Wir haben uns keine Gedanken gemacht, was wir einkaufen sollen. Wir konnten Ausflüge unternehmen und haben Urlaub geplant. Das ist jetzt anders.“[1]

 

„An Palmsonntag zieht Jesus in Jerusalem ein. Was könnte er jetzt von uns erwarten? Wie gelingt es uns Solidarität untereinander zu leben, trotz der Einschränkungen?

Vielleicht, dass wir unsere Augen und Herzen öffnen, um zu sehen, wer unser Nächster ist.“[2]


[1]http://www.ekimalsch.de/downloads/2020-04-05_Lesepredigt-Palmsonntag.pdf

[2]www.stadtkirche-heidelberg.de/impuls-zum-palmsonntag/