Fastenimpuls 5

Auf die Geißelung und Verspottung folgt für Jesus eine weitere Herausforderung.

„31a Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Mantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. 31b Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen. 32 Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon; ihn zwangen sie, Jesus das Kreuz zu tragen.“ (Matthäus 27, 31-32)

Simon von Zyrene wird nach einem anstrengenden Arbeitstag dazu gedrängt einem Fremden zu helfen. Diese Situation ist auf den ersten Blick eine zusätzliche Belastung für ihn. Es wird ihm keine Wahl gelassen und er muss das schwere Kreuz (er-)tragen, doch:

"Aus der unfreiwilligen Begegnung ist Glaube geworden. Der Zyrenäer hat im Mitgehen und Mittragen erkannt, daß es Gnade war, mit diesem Gekreuzigten zu gehen und ihm beizustehen. Das Geheimnis des leidenden und schweigenden Jesus hat ihn ins Herz getroffen.“2

Ähnlich wie Simon fällt es uns manchmal schwer anderen unsere Hilfe anzubieten. Alle haben ihre persönlichen Lasten zu tragen, vor allem in der aktuellen Zeit. Deshalb ist es umso wichtiger seinen Mitmenschen mit Freundlichkeit zu begegnen und ihnen eine helfende Hand anzubieten wie es im linken Bild zu sehen ist.

Niemand muss allein durch diese anstrengenden Zeiten kommen, egal ob als Schüler/-innen, Lehrkräfte oder Eltern. Es ist wichtig seine Sorgen und Lasten mit jemandem teilen zu können und eine Schulter zu haben an welcher man sich anlehnen kann wie auf dem rechten Bild.

So wie Simon von Zyrene können wir uns überwinden und unsere Hilfe anbieten. Bereits ein kleines Lächeln oder ein offenes Ohr könnte jemandem den Tag retten.

So wie Jesus sein Kreuz nicht allein trug, um an sein Ziel zu kommen, dürfen auch wir uns trauen nach Unterstützung zu suchen und uns helfen zu lassen. Wenn wir etwas allein nicht schaffen, können wir gemeinsam eine Lösung suchen.

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2 www.vatican.va/news_services/liturgy/2005/via_crucis/ge/station_05.html